Die kroatische Lautgeschichte am Beispiel romanisch vermittelter Toponyme an der slawischsprachigen Adriaküste

TitleDie kroatische Lautgeschichte am Beispiel romanisch vermittelter Toponyme an der slawischsprachigen Adriaküste
Publication TypeBook
Year of Publication2014
AuthorsKlotz, Emanuel
Series TitleInnsbrucker Beiträge zur Onomastik
Tertiary TitleInnsbrucker Beiträge zur Onomastik
PublisherEdition Praesens
CityWien
ISBN Number978-3-7069-0776-7
KeywordsInnsbrucker Beiträge zur Onomastik
Abstract

In dem vorliegenden Band 12 der Innsbrucker Beiträge zur Onomastik (IBO) illustriert Emanuel Klotz die kroatische Lautgeschichte anhand von romanischem toponymischem Lehngut an der Adriaküste.

Zunächst zeichnet der Autor die Lautgeschichte – getrennt nach Vokalismus und Konsonantismus – vom Indogermanischen bis hin zum heutigen Kroatischen nach. Dabei zeigt sich, dass Georg Holzers Rekonstrukt des Urslawischen mit seinem altertümlichen Lautstand in Hinblick auf Wahrscheinlichkeit und Ökonomie dem traditionellen Modell überlegen ist. Es besaß nur 2 x 4 Vokale und ein weit geringeres Inventar an Konsonanten, aber (wahrscheinlich) noch alle Diphthonge; es zeichnet sich durch eine viel größere Nähe zum Baltischen (speziell zum Litauischen) als zu den heutigen slawischen Einzelsprachen aus. Dennoch ist das traditionelle Modell nicht einfach zu verwerfen: Es wurde einfach Jahrhunderte später gesprochen (ca. 800) und war schon dialektal ausdifferenziert, wie etwa die unterschiedlichen Reflexe der Liquidadiphthonge, der jotierten Dentale oder der zweit- und drittpalatalisierten Velare zeigen. Dieses Sprachstadium wird in der vorliegenden Arbeit gemeinslawisch genannt, und das Altkirchenslawische stellt eine seiner Varietäten dar.

Es folgt eine kurze Darstellung des Dalmatischen, welches die Brücke zur Gebersprache der entlehnten Toponyme schlägt, die in den folgenden Kapiteln behandelt werden.

Danach wird das toponymische Korpus, welches über 100 aus verschiedenen Quellen zusammengetragene Toponyme enthält, vorgestellt und nach verschiedenen Kriterien analysiert, um die einzelnen slawischen Lautgesetze nachzuvollziehen und Substitutionen zu erörtern. Es wird auch auf einzelne Abweichungen aufmerksam gemacht, mit dem Versuch, allfällig irregulärem Lautstand nach Möglichkeit erklärend zu begegnen.

Die geographische Lage der behandelten Toponyme veranschaulichendes Kartenmaterial sowie eine Gesamtliste der Toponyme runden die Arbeit ab.

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